Rufen Sie uns unverbindlich an:0511 - 450 189 54Mo-Fr von 8 - 18 Uhr

Vorsicht bei Wendemanöver

Von: Rechtsanwälte Hannover | 13. Mai 2015
 

Celle/Berlin (DAV). Wer sein Auto wendet, hat bei einem Unfall nach dem sogenannten Anscheinsbeweis häufig Schuld. Eine Mithaftung des Unfallgegners ist dann möglich, wenn er zu schnell unterwegs war. Die Arbeitsgemeinschaft Verkehrsrecht des Deutschen Anwaltvereins (DAV) informiert über eine Entscheidung des Oberlandesgerichts Celle vom 10. Dezember 2014 (AZ: 14 U 139/14).

Der Fahrer wendete mit seinem Mercedes auf einer Bundesstraße. Er war der Meinung, dass der dahinter fahrende Lkw noch weit genug entfernt wäre. Dennoch kam es auf der Gegenfahrbahn zu einem Zusammenstoß der beiden Fahrzeuge.

Der Mercedesfahrer haftet zu zwei Drittel für den Schaden, der Lkw-Fahrer zu einem Drittel, entschied das Gericht. Wer wende, müsse besonders vorsichtig sein. Bei einem Unfall spreche alles dafür, dass der Wendende Schuld sei.

Im vorliegenden Fall war auch strittig, ob der Mercedes-Fahrer den Blinker gesetzt hat. Der Anscheinsbeweis gehe hier zu seinen Lasten, führten die Richter aus. Der Lkw-Fahrer müsse aber mithaften. Jeder dürfe nur so schnell fahren, dass er sein Fahrzeug „innerhalb der überschaubaren Wegstrecke“ anhalten könne. Da es zu dem Unfall gekommen sei, sei das nicht der Fall gewesen, so das Gericht.

Quelle: DAV Arbeitsgemeinschaft Verkehrsrecht

Diese Nachricht wird Ihnen präsentiert von Anwalt Verkehrsrecht Hannover

Weitere aktuelle Nachrichten aus dem Bereich Verkehrsrecht


Vorsicht beim Einparken! Stößt ein nach rechts in eine Parklücke abbiegender Kraftfahrzeugführer mit einem sein Fahrzeug rechts überholenden Rollerfahrer ... weiterlesen
Mitfahrer eines PKW´s ist nicht verpflichtet auf Verkehrsschilder zu achten! Der Bei- oder Mitfahrer eines Kraftfahrzeuges ist grundsätzlich nicht verpflichtet, auf Verkehrsschilder zu achten. Nach einem ... weiterlesen
Schrittgeschwindigkeit für elektrische Rollstühle Frankfurt am Main/Berlin (DAV). Elektrische Rollstühle müssen in Fußgängerzonen Schrittgeschwindigkeit fahren, also 4 bis 7 km/h. ... weiterlesen
Hartnäckiges Falschparken kann Führerschein kosten Berlin (DAV). Hartnäckige Falschparker riskieren ihren Führerschein – und dies unabhängig von der in Flensburg eingetragenen ... weiterlesen
Kein Schadensersatz bei einem „So-Nicht-Unfall“ Hamm/Berlin (DAV). Ein Unfallgeschädigter hat einen Schadensersatzanspruch – allerdings nur für Schäden, die durch den Unfall ... weiterlesen
Aus der Kategorie: Verkehrsrecht