Rufen Sie uns unverbindlich an:0511 - 450 189 54Mo-Fr von 8 - 18 Uhr

Unachtsames Öffnen der Fahrertür zur Fahrbahn schließt Haftung des Unfallgegners aus

Von: Rechtsanwälte Hannover | 20. März 2013

Wiesbaden/Berlin (DAV). Wer die Tür seines geparkten Autos öffnet, sollte in den Rückspiegel schauen, um Unfälle zu vermeiden. Tut er das nicht, kann er möglicherweise auf dem Schaden sitzen bleiben.  Dies geht aus einer Entscheidung des Landgerichts Wiesbaden vom 2. Dezember 2011 (AZ: 9 S 16/11) hervor, auf die die Arbeitsgemeinschaft Verkehrsrecht des Deutschen Anwaltvereins (DAV) verweist.

Als ein Autofahrer die Fahrertür seines geparkten Wagens zur Straßenseite hin  öffnete, kollidierte ein vorbeifahrendes Fahrzeug mit der Tür. Es entstand ein Schaden von über 4.000 Euro, den der Mann ersetzt haben wollte.

Seine Klage blieb ohne Erfolg. Der Fahrer könne den Unfallgegner nicht für den Unfall in Haftung nehmen, entschieden die Richter. Dieser hätte selbst bei besonders sorgfältiger, umsichtiger, reaktionsschneller und geistesgegenwärtiger Fahrweise den Unfall nicht vermeiden können. Die Fahrertür sei erst unmittelbar vor dem herannahenden Fahrzeug weit in die Fahrbahn hinein geöffnet worden, sodass der andere Fahrer trotz sofort eingeleiteter Vollbremsung den Zusammenstoß nicht habe verhindern können. Der Kläger selbst habe die Gefährdung geschaffen. Daher trete auch die mögliche Betriebsgefahr des bewegten Fahrzeugs gegenüber dem Verstoß des Mannes zurück. Wer die linke Wagentür zur Fahrbahn hin öffne, müsse dies langsam tun und zunächst nur bis zu zehn Zentimetern. Darüber hinaus dürfe die Tür überhaupt nur dann geöffnet werden, wenn sich mit Sicherheit kein Verkehr nähere.

Quelle: DAV Arbeitsgemeinschaft Verkehrsrecht

Bei verkehrsrechtlichen Auseinandersetzungen in Verbindung mit einem Unfall, sollte z. B. ein Anwalt für Unfall in Hannover beauftragt werden.

Diese Nachricht wird Ihnen präsentiert von Anwalt Verkehrsrecht Hannover

Weitere aktuelle Nachrichten aus dem Bereich Verkehrsrecht


Private Videoaufnahme als Beweismittel im Zivilprozess München/Berlin (DAV). Ein privat aufgenommenes Video darf bei einem Verkehrsunfall zu Beweiszwecken verwendet werden. Vorher müssen ... weiterlesen
Fahrtenbuchauflage auch nach über einem Jahr möglich Lüneburg/Berlin (DAV). Liegt zwischen dem Verkehrsverstoß und der Anordnung eines Fahrtenbuches ein langer Zeitraum, kann die ... weiterlesen
Wiederholtes Telefonieren am Steuer kostet Führerschein Gegen einen u. a. wegen verbotenen Telefonierens beim Autofahren verkehrsordnungswidrig vorbelasteten Verkehrsteilnehmer kann bei einer erneuten ... weiterlesen
Vorsicht beim Anbieten von Fahrzeugteilen ohne amtliches Prüfzeichen Nichtbauartgenehmigte Fahrzeugteile im Sinne von § 22a Abs. 1 Straßenverkehrszulassungsverordnung (StVZO) dürfen nicht zum Verkauf angeboten ... weiterlesen
Schadensersatzverteilung bei Fahrspurwechsler Hamburg/Berlin (DAV). Behaupten nach einem Verkehrsunfall beide Seiten, der jeweils andere Fahrer hätte die Spur gewechselt, ... weiterlesen
Aus der Kategorie: Verkehrsrecht