Rufen Sie uns unverbindlich an:0511 - 450 189 54Mo-Fr von 8 - 18 Uhr

Gegnerische Versicherung muss für Abschleppkosten von Unfallopfer zahlen

Von: Rechtsanwälte Hannover | 31. Oktober 2013

Aschaffenburg/Berlin (DAV). Ein Unfallopfer bekommt grundsätzlich auch die Abschleppkosten ersetzt. Die gegnerische Versicherung darf dies nur dann verweigern, wenn erkennbar war, dass der Preis des Abschleppunternehmens unangemessen hoch ist. Der Betroffene muss jedoch keine Marktforschung betreiben, entschied das Amtsgericht Aschaffenburg am 28. Juni 2013 (AZ: 116 C 861/12).

In dem von der Arbeitsgemeinschaft Verkehrsrecht des Deutschen Anwaltvereins (DAV) mitgeteilten Fall musste ein Unfallopfer sein Auto abschleppen lassen. Neben den sonstigen Unfallkosten wollte er auch die Kosten für das Abschleppen von der gegnerischen Versicherung ersetzt bekommen. Diese kürzte allerdings den Betrag. Sie begründete das damit, dass die Kosten des beauftragten Abschleppunternehmens über denen der Konkurrenz lägen.

Die Kosten müssen komplett ersetzt werden, entschied das Gericht. Nur wenn es für einen Laien erkennbar sei, dass die Kosten unangemessen hoch seien, könne eine Kürzung in Betracht kommen. Hierfür gebe es aber keine Anhaltspunkte. Auch müsse das Unfallopfer keine Marktforschung betreiben.

Quelle: DAV

Hinweis: Ein Rechtsanwalt bei Unfall in Hannover ist bei Rechtsstreitigkeiten im Verkehrsrecht immer empfehlenswert.

Diese Nachricht wird Ihnen präsentiert von Anwalt Verkehrsrecht Hannover

Weitere aktuelle Nachrichten aus dem Bereich Verkehrsrecht


OLG Schleswig bestätigt standartisiertes Messverfahren Sofern es bei Ihnen bei der Benutzung ihres PKW schon einmal „geblitzt“ hat, sind Sie mit ... weiterlesen
Kein Schadensersatz für alkoholisierten, verkehrsuntüchtigen Fußgänger Verletzt sich ein mit 2,49 Promille alkoholisierter, verkehrsuntüchtiger Fußgänger, in dem er beim Versuch sich abzustützen, ... weiterlesen
Inlineskaten auf der Gegenfahrbahn: Hohes Mitverschulden bei Unfall Hamm/Berlin (DAV). Eine Inlineskaterin, die in einer unübersichtlichen Linkskurve auf der Gegenfahrbahn fährt, haftet bei einem ... weiterlesen
Strafzumessung: Wahrnehmung von Geschwindigkeitsbegrenzungen ist entscheidend Dresden/Berlin (DAV). Auch wenn ein Tempo 30-Schild gut zu sehen ist, muss der Fahrer nicht bewusst ... weiterlesen
Schadensminderungspflicht – Mietwagen darf nicht zu teuer sein München/Berlin (DAV). Wenn ein Unfallgeschädigter Anspruch auf einen Mietwagen hat, muss er sich einen Überblick über ... weiterlesen
Aus der Kategorie: Verkehrsrecht