Rufen Sie uns unverbindlich an:0511 - 450 189 54Mo-Fr von 8 - 18 Uhr

Führerschein weg auch bei unbewusster Drogenaufnahme

Von: Rechtsanwälte Hannover | 22. Januar 2015

Neustadt/Berlin (DAV). Wenn einem Autofahrer Drogen nachgewiesen werden, ist der Entzug des Führerschein gerechtfertigt – auch dann, wenn der Fahrer die Drogen nicht bewusst genommen haben will. Die Arbeitsgemeinschaft Verkehrsrecht des Deutschen Anwaltvereins (DAV) informiert über eine Entscheidung des Verwaltungsgerichts Neustadt an der Weinstraße vom 2. Dezember 2014 (AZ: 3 L 994/14.NW).

Bei einer Verkehrskontrolle nach einem Discothekenbesuch wurde bei einem Autofahrer eine mögliche Drogeneinwirkung festgestellt. Die Blutprobe ergab, dass er zuvor Amphetamine zu sich genommen hatte. Als der zuständige Landkreis dies erfuhr, entzog er dem Mann die Fahrerlaubnis. Zur Begründung führte der Kreis an, der Fahrer habe sich durch den Drogenkonsum als ungeeignet zum Führen von Kraftfahrzeugen erwiesen.

Dieser jedoch meinte, die Amphetamine seien ihm ‚untergejubelt’ worden. In der Diskothek müsse ihm jemand das Mittel in sein Getränk geschüttet haben. Wegen dieser Möglichkeit kaufe er jetzt in Diskotheken nur noch geschlossene Getränke, die er vor seinen Augen öffnen lasse oder selbst öffne.

Der Mann hatte vor Gericht keinen Erfolg. Bei ihm sei Drogenkonsum nachgewiesen worden. Dafür genüge auch der einmalige Konsum von Amphetaminen, so die Richter. Auch habe er nicht glaubhaft den unbewussten, zufälligen oder durch Dritte manipulierten Konsum harter Drogen nachweisen können. So habe er auch den unwissentlichen Konsum zu Beginn bei den Untersuchungen nicht behauptet, sondern erst im laufenden Verfahren. Dies lasse darauf schließen, dass es sich um eine Schutzbehauptung handele.

Quelle: DAV

Diese Nachricht wird Ihnen präsentiert von Anwalt Verkehrsrecht Hannover

Weitere aktuelle Nachrichten aus dem Bereich Verkehrsrecht


Bußgeld auch für kurzes Drängeln Hamm (jur). Auch ein nur kurzes Drängeln auf der linken Autobahnspur kann zu einem Bußgeld und ... weiterlesen
Bußgeld auch für Radfahrer Fahrradfahren bedeutet für viele Radfahrer ein Gefühl von Freiheit: Kein Stau in der Stadt, keine Enge ... weiterlesen
„Pedale verwechselt“, Probefahrt misslungen – Fahrerlaubnis weg Düsseldorf (jur). Hohes Alter ist zwar für sich allein noch kein Grund, die Fahreignung eines Autofahrers ... weiterlesen
Nach vorgetäuschtem Unfall droht Widerruf der Prozesskostenhilfe Das Gericht kann die Bewilligung von Prozesskostenhilfe aufheben, wenn die begünstigte Partei die für die Bewilligung ... weiterlesen
Versicherung kann bei Unfallflucht einen Regress verlangen Heidelberg/Berlin (DAV). Wer Unfallflucht begeht, kann von seiner Versicherung zur Kasse gebeten werden. Wurde bei dem ... weiterlesen
Aus der Kategorie: Verkehrsrecht