Rufen Sie uns unverbindlich an:0511 - 450 189 54Mo-Fr von 8 - 18 Uhr

Auch in der Probezeit besteht grundsätzlich ein Urlaubsanspruch

Von: Rechtsanwälte Hannover | 11. Februar 2014

Berlin (DAV). Viele Arbeitgeber erlauben Mitarbeitern erst nach Ende der Probezeit Urlaub zu nehmen. Doch auch, wenn ein voller Urlaubsanspruch erst nach sechs Monaten besteht, haben Arbeitnehmer vorher schon das Recht auf anteiligen Urlaub. Darauf weist die Deutsche Anwaltauskunft hin.

Der Urlaubsanspruch eines Arbeitnehmers ist – unabhängig von Probezeitvereinbarungen – gesetzlich festgelegt. „Nach dem Bundesurlaubsgesetz erwirbt ein Arbeitnehmer den vollen Urlaubsanspruch erst nach sechs Monaten“, sagt Rechtsanwalt Reinhard Schütte von der Arbeitsgemeinschaft Arbeitsrecht im Deutschen Anwaltverein (DAV).

Zwar besteht erst nach dieser Zeit die Möglichkeit, den vollen Jahresurlaub auszuschöpfen – ein generelles Urlaubsverbot in der Probezeit ist trotzdem nicht zulässig. Denn rein rechtlich erwirbt der Arbeitnehmer jeden Monat 1/12 des Jahresanspruches auf Urlaub. Hat der Arbeitnehmer also beispielsweise nach fünf Monaten einen Urlaubsanspruch von zehn Tagen erworben, kann er diesen Urlaub auch während der Probezeit nehmen. Der Arbeitgeber darf den Urlaub dann nur aus zwingenden betrieblichen Gründen verweigern, zum Beispiel wenn bereits viele andere Kollegen fehlen.

Nimmt man während der ersten sechs Monate keinen Urlaub, kann man diesen selbstverständlich später nachholen. Auch wenn man während der Probezeit gekündigt wird, besteht das Recht, noch ausstehenden Resturlaub in Anspruch zu nehmen. Da die gesetzliche Kündigungsfrist während der Probezeit mindestens zwei Wochen beträgt, bleibt dafür in der Regel auch bei einer Kündigung am letzten Tag der Probezeit ausreichend Zeit.

Quelle: DAV

Hinweis: Bei arbeitsrechtlichen Problemen, vor allem auch bei Fragen zu Urlaubsansprüchen eines Arbeitnehmers sollte ein Rechtsanwalt Arbeitsrecht Hannover um Rat gebeten werden.

Diese Nachricht wird Ihnen präsentiert von Anwalt Arbeitsrecht Hannover

Weitere aktuelle Nachrichten aus dem Bereich Arbeitsrecht


Unter zwei Euro Stundenlohn sind sittenwidrig Berlin (DAV). Ein Stundenlohn von weniger als zwei Euro ist sittenwidrig, wenn diese Vergütung mehr als ... weiterlesen
Kurzerkrankungen eines Arbeitnehmers können eine fristlose Kündigung rechtfertigen Erfurt (jur). Ständige Kurzerkrankungen eines Arbeitnehmers können eine fristlose Kündigung begründen. Allerdings müssen dann auch für ... weiterlesen
Rosenmontag: Mitbestimmungsrecht des Betriebsrates? Kann der Betriebsrat den Arbeitgeber dazu zwingen, dass er die Tradition des freien Rosenmontags beibehält? Dies ... weiterlesen
Restitutionsklage nach EGMR-Entscheidung Der Zweite Senat des Bundesarbeitsgerichts hatte über die Zulässigkeit der Restitutionsklage eines Kirchenmusikers zu entscheiden, der ... weiterlesen
Beleidigende Äußerungen bei Facebook kann Kündigung rechtfertigen Das ArbG Duisburg hat mit jetzt bekannt gegebenen Urteilgegenüber einem Arbeitnehmer, welcher beleidigende Äußerungen bei Facebook ... weiterlesen
Aus der Kategorie: Arbeitsrecht