Rufen Sie uns unverbindlich an:0511 - 450 189 54Mo-Fr von 8 - 18 Uhr

Schadensersatz bei verbogenem Scheibenwischer in Waschanlage?

Von: Rechtsanwälte Hannover | 8. Januar 2014
 

Radolfzell/Berlin (DAV). Wird ein Auto in einer Waschanlage beschädigt, muss der Kunde nachweisen, dass die Anlage nicht einwandfrei funktioniert hat. Besteht die Möglichkeit, dass er an dem Schaden Schuld hat, muss der Kunde beweisen können, dass der Betreiber der Anlage die Verantwortung trägt. Die Arbeitsgemeinschaft Verkehrsrecht des Deutschen Anwaltvereins (DAV) informiert über eine Entscheidung des Amtsgerichts Radolfzell vom 21. Februar 2013 (AZ: 2 C 214/11).

Ein Autofahrer fuhr mit seinem Fahrzeug durch die Waschanlage. Dabei blieb er im Auto sitzen. Nach dem Ende des Waschgangs war zwar das Auto sauber, aber auch ein Scheibenwischer verbogen. Der Mann verlangte vom Betreiber der Waschanlage die Übernahme der Reparaturkosten in Höhe von rund 580 Euro. Er habe den Scheibenwischer in der Waschanlage nicht betätigt. Dies könne seine Frau bestätigen, die mit im Auto gesessen hätte. Der Betreiber der Anlage weigerte sich jedoch: Die Anlage funktioniere einwandfrei.

Vor Gericht stellte ein Sachverständiger fest, dass der Schaden auch dadurch entstanden sein könnte, dass der Fahrer den Scheibenwischer eingeschaltet habe. Dieser hätte also nachweisen müssen, dass er das nicht getan habe. Die Ehefrau schied als Zeugin aus. Bei der Zeugenaussage stellte sich heraus, dass sie gar nicht im Wagen gesessen hatte. Somit blieben Zweifel an den Geschehnissen in der Waschanlage und an der Glaubwürdigkeit des Klägers. Der Mann blieb auf seinem Schaden sitzen.

Quelle: Verkehrsrechtsanwälte im Deutschen Anwaltverein

Diese Nachricht wird Ihnen präsentiert von Anwalt Verkehrsrecht Hannover

Weitere aktuelle Nachrichten aus dem Bereich Verkehrsrecht


Aufbauseminar auch bei 17-jährigen mit Führerschein auf Probe Fahranfänger erhalten den Führerschein zunächst nur auf Probe. Damit soll das weit über dem Durchschnitt liegende ... weiterlesen
Dashcam-Aufnahmen im Prozess um Autounfall nicht verwertbar München (jur). Videoaufzeichnungen einer sogenannten Dashcam im Auto sind im Zivilprozess um die Unfallschuld nicht verwertbar. ... weiterlesen
Kosten für nicht notwendige Reparaturbestätigung werden nicht ersetzt Saarlouis/Berlin (DAV). Auch Unfallopfer dürfen der gegnerischen Versicherung nicht alle Kosten aufbürden, das sieht die sogenannte ... weiterlesen
Parkverbot für Kfz mit Verbrennungsmotor an Ladestation für Elektro-Fahrzeuge Aus einem an einer Elektroladestation aufgestellten Parkplatzschild und dem Zusatzschild "Elektrofahrzeuge während des Ladevorgangs" ergibt sich ... weiterlesen
Freihalten von Parkplätzen durch Fußgänger unzulässig Berlin (DAV). Immer wieder kommt es im Straßenverkehr zu handfesten Auseinandersetzungen, weil sich Fußgänger in Parklücken ... weiterlesen
Aus der Kategorie: Verkehrsrecht