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Rechtsanwalt Familienrecht in Hannover

Kanzlei Gramm, Ihr Rechtsanwalt in Hannover im Familienrecht!

Anwalt FamilienrechtDas Familienrecht ist im 4. Buch des BGB geregelt und enthält zahlreiche Vorschriften, die in erster Linie unterschiedlichen Rechtsverhältnisse innerhalb einer Familie regeln.In Niedersachsen ist die Scheidungsrate im Jahr 2015 wieder angestiegen und somit auch die Zahl der Kinder, deren Eltern sich getrennt und anschließend haben scheiden lassen. Laut einer Statistik waren in Niedersachsen 15.827 Kinder hiervon betroffen.

Das Familienrecht ist im 4. Buch des BGB geregelt und enthält zahlreiche Vorschriften, die in erster Linie unterschiedliche Rechtsverhältnisse innerhalb einer Familie, also der durch Verwandtschaft, Schwägerschaft, Ehe, eingetragene Lebenspartnerschaft verbundenen Personen, in persönlicher und finanzieller Hinsicht regeln.

Während oder vor der Schließung der Ehe gibt es in diesem Geflecht häufig kein Konfliktpotenzial, sodass bereits in dieser Phase des gemeinschaftlichen Lebens nicht an Trennung oder sogar Scheidung zu denken ist. Es erscheint für die zukünftigen Ehepartner suspekt bei der Eingehung der Ehe an Trennung und Scheidung zu denken.

Sinnvoll ist es dennoch auch in dieser Lebenssituation bereits eventuell später aufkommende Konflikte durch die Vereinbarung eines Ehevertrages auszuschließen und Regelungen zu treffen, die die Durchführung einer Scheidung im Fall der Fälle vereinfacht und für die Ehepartner angenehmer und unkomplizierter macht. Eine Beratung, welche Vereinbarungen schon im Vorhinein durch eine derartige Vereinbarung geregelt und geklärt werden können, erläutere ich Ihnen gerne ausführlich und auf den Einzelfall zugeschnitten in einem Beratungsgespräch.

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Die Trennungsphase im Familienrecht

Steht eine Trennung kurz bevor, stellen sich häufig Bedenken und Ängste ein. Aufgrund der komplexen Rechtslage und der sehr emotionalen Situation müssen viele Gesichtspunkte im Rahmen einer solchen Entscheidung überdacht werden.

Die Trennungsphase beginnt meist mit Auszug des einen Ehepartners aus der gemeinsamen ehelichen Wohnung/Haus. Aber es besteht auch die Möglichkeit weiterhin unter einem Dach zu wohnen und dennoch getrennt zu sein. Entscheidend ist hier, dass keine gemeinsame Haushaltsführung mehr stattfindet, vereinfacht gesagt, es muss eine Trennung von Tisch und Bett vorliegen.

Rechte und Pflichten, die mit einer Trennung von dem anderen Ehepartner einhergehen, sind meist unbekannt, sodass bereits in dieser Situation die Hinzuziehung anwaltlicher Hilfe sinnvoll erscheint. Bereits zu diesem Zeitpunkt kann bei finanzieller Abhängigkeit der Ehepartner der mittellose Ehepartner Unterhaltsansprüche, sowie einen Auskunftsanspruch geltend machen. Der Auskunftsanspruch hat den Vorteil, dass Verschleierungen und Umschichtungen vorhandenen Vermögens in der Trennungsphase erkennbar und somit zwecklos sind.

Unterhalt im Familienrecht

Grundsatz des Unterhaltsanspruches während der Trennung ist, dass der wirtschaftlich schwächere Ehepartner trotz Trennung noch auf die gemeinsame Lebensführung eingestellt ist und so in der Zeit der Trennung einen angemessenen Unterhalt erhält, der für die Fortführung der ehelichen Lebensverhältnisse erforderlich ist.

Was passiert mit dem gemeinsamen Hausrat nach der Trennung?

Die Ehepartner können die ihnen gehörenden Haushaltsgegenstände voneinander heraus verlangen. Allerdings ist diese Möglichkeit beschränkt, wenn der andere Ehepartner die Gegenstände zur Führung des eigenen Haushaltes benötigt.

Zieht ein Ehepartner aus, so besteht sechs Monate nach seinem Auszug die Vermutung, dass dieser dem verbliebenen Ehepartner das alleinige Nutzungsrecht überlassen hat.

Weiterhin kann bei gemeinsam geschlossenem Mietvertrag mit dem Vermieter vereinbart werden, dass der ausziehende Ehepartner aus dem Mietvertrag einseitig entlassen wird. Des Weiteren kann bei etwaiger Verweigerung allerdings ein Antrag an den anderen Ehepartner auf Abgabe einer Willenserklärung auf Zustimmung der Kündigung des gesamten Mietverhältnisses gestellt werden.

Kinder während der Trennung

Auch für den Fall, dass Kinder aus der Ehe hervorgehen, ergeben sich weitere wichtige Fragen, die häufig in solchen Situationen gestellt werden. Bereits bei Trennung muss geklärt werden, welcher Elternteil die Kinder betreut und welche Pflichten bzw. Rechte der nicht betreuende Elternteil im Hinblick auf die Kinder hat. Im Hinblick auf den betreuenden Elternteil ist auch noch zu erwähnen, dass dieser aufgrund der Kinderbetreuung einen Wohnungszuweisungsantrag stellen kann, sodass trotz anderer Eigentumsverhältnisse die Kinder mit der Betreuungsperon in der ehelichen Wohnung verbleiben können.

Scheidung im Familienrecht durch Anwalt Gramm

In einem weiteren Schritt erfolgt die Scheidung. Die Scheidung setzt zunächst einen Antrag eines Ehepartners voraus. Diesem sind die Heiratsurkunde, sowie die Geburtsurkunden der gemeinschaftlichen minderjährigen Kinder beizufügen.

Bestehen hinsichtlich der Finanzierungsmöglichkeit der Scheidung Bedenken, so kann Verfahrenskostenhilfe für das Scheidungsverfahren beantragt werden. Nach der Ehescheidung kann durch Erklärung gegenüber dem Standesamt der Geburtsname oder der bis zur Bestimmung des Ehenamens geführte Name wieder angenommen werden.

Auch nach Abschluss des Scheidungsverfahrens ist von dem nicht betreuenden Elternteil Kindesunterhalt zu zahlen. Hinsichtlich des nachehelichen Ehegattenunterhalts gilt mittlerweile in Deutschland das Prinzip der Eigenverantwortlichkeit, sodass nur in Ausnahmefällen weiterhin nachehelicher Ehegattenunterhalt gezahlt wird.

Das Gesetz nennt hier Fallgruppen:

  • Unterhaltsanspruch wegen Kindesbetreuung
  • Unterhaltsanspruch wegen Alters, Krankheit oder Gebrechen
  • Unterhaltsanspruch wegen Erwerbslosigkeit
  • Aufstockungsunterhalt
  • Unterhaltsanspruch wegen Ausbildung, Fortbildung oder Umschulung
  • Unterhaltsanspruch aus Billigkeitsgründen

Die geschiedenen Ehepartner sind verpflichtet, auf Verlangen des jeweils anderen über ihre Einkünfte Auskunft zu erteilen. Dieser Anspruch ist in der Regel alle zwei Jahre möglich.

Des Weiteren können bei Antragstellung der Scheidung beide Ehepartner jeweils Auskunft über die Vermögensverhältnisse des anderen verlangen, um das Anfangs- und das Endvermögen für den Zugewinnausgleich zu bestimmen. Dies gilt für den Fall, dass die Ehepartner im gesetzlichen Güterstand der Zugewinngemeinschaft stehen. Hier wird der erworbene Zugewinn während der Ehezeit zwischen den Ehepartnern geteilt.

Der Versorgungsausgleich während der Scheidung

Auch ist der Versorgungsausgleich eine Scheidungsfolgensache, die im Verbund mit der Scheidung behandelt wird. Im Versorgungsausgleich sind nach § 1 VersorgAusglG die in der Ehezeit erworbenen Anteile von Anrechten, wie Rentenanwartschaften etc. jeweils zur Hälfte zwischen den geschiedenen Ehegatten zu teilen.

Mit Rechtskraft der Schreidung ist der Vermieter einer von den Ehepartnern gemeinsam geschlossenen Mietvertrag verpflichtet einen der Ehepartner einseitig aus dem Mietverhältnis zu entlassen und das Mietverhältnis mit einem der Ehepartner allein fortzusetzen.

Sorgrecht & Umgangsrecht

Ferner sind weitere Streitigkeiten über die gemeinsamen Kinder denkbar. Sowohl das Umgangs- als auch das elterliche Sorgerecht des Kindes ist in den meisten Fällen ein weiteres Streitthema und eine hochsensible Materie.

Nach der Scheidung bleibt grds. das gemeinsame elterliche Sorgerecht erhalten. Voraussetzung ist jedoch, dass die Eltern in einem Mindestmaß miteinander kommunizieren können, um Belange von erheblicher Bedeutung für das Kind gemeinsam besprechen zu können.

Festzuhalten hinsichtlich des Umgangsrechtes ist, dass sowohl ein Recht auf Umgang jedoch auch die Pflicht auf Umgang zwischen Eltern und Kind besteht. Gerade in der Situation, dass die Eltern sich scheiden lassen, soll für das Kind nicht ebenfalls eine Scheidung von dem nicht betreuenden Elternteil bedeuten. Eine konkrete und starre Festsetzung wann und wie Umgang stattzufinden hat, ist gesetzlich nicht geregelt. Die Ausgestaltung des Umganges ist individuell auf den Einzelfall zu beziehen.

Dazu gehört insbesondere die Entstehung von Ehen, sowie dessen Scheidung. Sämtliche Streitigkeiten im Familienrecht werden grundsätzlich vor dem zuständigen Familiengericht geklärt.

Haben Sie familienrechtliche Probleme, insbesondere im Zusammenhang mit einer Scheidung und suchen Sie nach einem kompetenten Rechtsanwalt für Familienrecht in Hannover? Falls dies zutrifft, dann können wir Sie ausführlich beraten und auch vor Gericht vertreten.

Kontaktieren Sie uns unverbindlich zur Rechtsberatung im Familienrecht unter:

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Möchte Sie sich scheiden lassen, dann benötigen wir folgende Unterlagen und Informationen:

  • Ihre Heiratsurkunde
  • Ihre letzten 3 Gehaltsabrechnungen
  • Zeitpunkt der Trennung
  • Staatsangehörigkeit der Eheleute

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Ferner berate ich Sie zudem selbstverständlich zu folgenden familienrechtlichen Fragestellungen:

  • Unterhalt (Kindesunterhalt, Trennungsunterhalt, nachehelicher Unterhalt)

Ich freue mich auf Ihren Anruf!

Ihr Sascha Gramm,

Rechtsanwalt für Familienrecht in Hannover