Rufen Sie uns unverbindlich an:0511 - 450 189 54Mo-Fr von 8 - 18 Uhr

Entschädigung für benachteiligte Mutter im Bewerbungsverfahren

Von: Rechtsanwälte Hannover | 20. März 2014

Hamm/Berlin (DAV). Bei einem Bewerbungsverfahren darf kein Bewerber diskriminiert werden. Geschieht dies doch, hat er Anspruch auf eine Entschädigung. Diskriminiert ein potentieller Arbeitgeber eine Bewerberin, weil sie Mutter ist, muss er diese Entschädigung zahlen. Das hat das Landesarbeitsgericht Hamm am 6. Juni 2013 (AZ: 11 Sa 335/13) entschieden, wie die Deutsche Anwaltauskunft mitteilt.

Der potentielle Arbeitgeber hat auf den der Bewerberin zurückgesandten Unterlagen neben der Textzeile „verheiratet, ein Kind“ handschriftlich „7Jahre alt!“ vermerkt. Zudem hat er die Wortfolge „ein Kind, 7 Jahre“ unterstrichen. Die Bewerberin mutmaßte eine Benachteiligung und verlangte Entschädigung.

Mit Erfolg! Das Gericht sprach der Frau 3.000 Euro Entschädigung wegen Diskriminierung zu. Durch die Anmerkung des potentiellen Arbeitgebers und die Unterstreichung habe dieser auf das vermeintliche Problem der Unvereinbarkeit von Kinderbetreuung und Berufstätigkeit abgestellt. Damit habe er sie indirekt diskriminiert. Er habe sich auch nicht damit rechtfertigen können, dass er eine „besser qualifizierte“ junge Frau ohne Kind eingestellt habe.

Quelle: DAV

Diese Nachricht wird Ihnen präsentiert von Anwalt Arbeitsrecht Hannover

Weitere aktuelle Nachrichten aus dem Bereich Arbeitsrecht


Betriebliche Altersversorgung trotz späten Jobeinstiegs Erfurt/Berlin (DAV). Sieht die Versorgungsordnung eines Arbeitgebers vor, dass nur Mitarbeiter versorgungsberechtigt sind, die unter anderem ... weiterlesen
Abgrenzung von Arbeits- und Werkvertrag Nach § 631 BGB wird der Unternehmer durch einen Werkvertrag zur Herstellung des versprochenen Werkes verpflichtet. ... weiterlesen
Kündigung wegen privater Telefonate auf dem Diensthandy zulässig? Ein Arbeitgeber muss seine Erlaubnis zur privaten Nutzung eines Diensthandys klipp und klar widerrufen. Ansonsten ist ... weiterlesen
Schmerzensgeld bei Persönlichkeitsrechtsverletzung des Arbeitgebers Siegburg/Berlin (DAV). Gibt ein Arbeitgeber seinem Mitarbeiter zu verstehen, er sei fachlich und persönlich ungeeignet beziehungsweise ... weiterlesen
Kündigung wegen Beleidigung von Chef unter Kollegen? Wer in einem Gespräch mit einem Kollegen seinen Chef beleidigt, muss schnell mit seiner Kündigung rechnen. ... weiterlesen
Aus der Kategorie: Arbeitsrecht