Rufen Sie uns unverbindlich an:0511 - 450 189 54Mo-Fr von 8 - 18 Uhr

Aufbauseminar auch bei 17-jährigen mit Führerschein auf Probe

Von: Rechtsanwälte Hannover | 12. November 2013
 

Fahranfänger erhalten den Führerschein zunächst nur auf Probe. Damit soll das weit über dem Durchschnitt liegende Unfallrisiko gemindert werden. Kommt es während der zweijährigen Probezeit zu Verkehrsverstößen, wird ein Aufbauseminar fällig, das einen rücksichtsvolleren Fahrstil vermitteln soll. Das gilt auch für 17-jährige Jugendliche, die noch in Begleitung eines Erwachsenen fahren. Auf ein entsprechendes Urteil des Verwaltungsgerichts Göttingen (1 A 92/11) weist die Württembergische Versicherung, ein Unternehmen des Vorsorge-Spezialisten Wüstenrot & Württembergische (W&W), hin.

Geklagt hatte ein 17-jähriger Jugendlicher, der eine rote Ampel überfahren hatte. Da es sich dabei um einen schwerwiegenden Verkehrsverstoß handelte, ordnete die Fahrerlaubnisbehörde ein Aufbauseminar an. Der junge Mann war jedoch der Ansicht, dass die Probezeitregelung nicht für 17-jährige Fahranfänger gelte, die nur in Begleitung eines Erwachsenen fahren dürften. In solchen Fällen sei ein Aufbauseminar unnötig. Damit kam er aber vor dem Verwaltungsgericht nicht durch. Laut Gericht gilt die Probezeitregelung für alle Fahranfänger. Bei dem zu besuchenden Seminar handle es sich auch um keine Strafe. Vielmehr verfolge es den Zweck, künftigen Verkehrsverstößen von Fahranfängern vorzubeugen. Es handle sich somit um eine präventive Maßnahme, um das Unfallrisiko zu mindern.

Quelle: Württembergische Versicherung AG

Hinweis: Bei Rechtsproblemen im Verkehrsrecht ist es empfehlenswert, einen Anwalt für Verkehrsrecht hinzuzuziehen.

Diese Nachricht wird Ihnen präsentiert von Anwalt Verkehrsrecht Hannover

Weitere aktuelle Nachrichten aus dem Bereich Verkehrsrecht


Auch Kinder haften im Straßenverkehr Düsseldorf/Berlin (DAV). Wenn Kinder parkende Autos beschädigen, müssen die Eltern haften. Ein Kind im Grundschulalter darf ... weiterlesen
Keine Erstattung der Gutachterkosten bei Bagatell-Autoschaden München (jur). Beauftragt der Halter eines Pkws nach einem Bagatellschaden zur Beweissicherung einen Sachverständigen, bleibt er ... weiterlesen
Schrittgeschwindigkeit für elektrische Rollstühle Frankfurt am Main/Berlin (DAV). Elektrische Rollstühle müssen in Fußgängerzonen Schrittgeschwindigkeit fahren, also 4 bis 7 km/h. ... weiterlesen
Überholverbot verbietet die Fortsetzung des Überholvorgangs Die Vorschriftzeichen 276 "Überholverbot für Kraftfahrzeuge aller Art" und 277 "Überholverbot für Kraftfahrzeuge über 3,5 t" ... weiterlesen
Mitschuld bei Fahrradunfall ohne Helm? Berlin (DAV). Erwachsene greifen beim Radfahren nur selten zum Schutzhelm. Rechtlich kann sich dann aber manchmal ... weiterlesen
Aus der Kategorie: Verkehrsrecht